BDSM-Aufklärung?

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BDSM-Aufklärung?

Beitragvon Fea » Mo Apr 21, 2008 11:52 am

Hallo zusammen,

nun, in meiner Vorstellung habe ich ja schon erwähnt, daß ich Mutter bin. Bei uns toben 3 Wirbelwinde durchs Haus, 14/12 und 6 Jahre alt.

Als wir unseren BDSM entdeckt und angefangen haben ihn auszuleben, wären wir nie auf die Idee gekommen, irgendwann mal deswegen Probleme mit unseren Kids zu bekommen.
Ich war schon immer sehr darauf bedacht, daß meine Kinder mehr als nur einfach aufgeklärt sind. Wir hatten schon immer keinerlei Probleme die Körperteile mit ihren richtigen Namen zu benennen und auch als mein damals 10-jähriger (heute 14) mich gefragt hat, ob denn Analsex weh tut und ob ein Diaphragma auch was mit Mathe zu tun hat, hat es mich nicht geschockt und ich hatte mit ihm offene Gespräche. Wir haben nie irgendeine Art Sex zu haben verurteilt, deshalb ist gerade unser "Großer" auch sehr, sehr offen für alles und nimmt das Thema Sexualität glücklicherweise sehr locker.
Unser mittlerer Sohn hingegen war schon immer der etwas verschlossenere Typ. Seine Fragen haben sich wohl hauptsächlich geklärt, indem er den Gesprächen zwischen Bruder und Mutter zugehört hat. Ich habe das immer so akzeptiert, irgendwann wird er schon kommen, wenn er Fragen hat. Zumindest weiß er, daß er jederzeit mit seinen Anliegen bei uns ein offenes Ohr findet.

Nun, vergangenen Winter haben wir etwas bei einem Online-Versandhandel bestellt und als kleines Geschenk lag ein Feuerzeug dabei. Daß der Firmenname schon irgendwie sehr eindeutig auf BDSM anspielt und das Logo erst recht ziemlich eindeutig ist, war klar, trotzdem haben wir es irgendwann mal vergessen wegzupacken. Ein paar Tage später, wir dachten eigentlich schon, die Kiddies hätten es nicht gesehen, kam es dann unter Tränen unseres Sandwichkindes zu einem Gespräch, das mich bis heute verfolgt, belastet und einschnürt.
Nachdem er selbst nicht eins und eins zusammenzählen konnte, hat er sich also an seinen Bruder gewandt. Der, als großer Bruder, offen für alles, hat ihm dann erklärt, daß wir Eltern wohl SM´er sind. Unserem Mittleren sind daraufhin die Geräusche eingefallen, die er nachts gehört hat und er hat sich in den schrecklichsten Farben ausgemalt, was wir wohl spielen. Wobei - so ganz unrecht hatte er mit seiner Einschätzung nicht, nur mit dem Unterschied, daß die nur für ihn schrecklich ist, für uns aber gar nicht.
Unser Großer hat kein Problem mit der Situation, sein einziger Kommentar war: "Erwartet nur nicht, daß ich auch SM´er werde - ich will selber rausfinden, was mir Spaß macht. Wenn ich doch so ticke wie ihr, dann können wir ja dann mal drüber sprechen, wenn ich das brauchen sollte!". Wow, ich war geplättet. Dafür liebe ich dieses Kind!

Unser Zweiter aber hat, obwohl wir versucht haben ihn zu beruhigen, anscheinend ziemliche Probleme mit unserem BDSM. Wir haben natürlich nichts von unseren Praktiken erzählt. Wir haben uns extrem gewundert, daß er überhaupt etwas hört, wo er doch eigentlich fest geschlafen hat (wird vor jedem Spiel kontrolliert, ob die Kinder wirklich fest schlafen). Aber er konnte uns glaubhaft versichern, daß er unsere Peitschen hört. Etwas beruhigt hat ihn, daß ich nicht gegen meinen Willen mißhandelt werde, sondern mein Mann mich wirklich liebt und NIE etwas tun würde, das mir schadet, oder mit dem ich nicht einverstanden bin. Daß es mir gut geht und seinem Papa auch.
Seit diesem Gespräch kommen wir aber an dieses Kind zumindest zu diesem Thema nicht mehr ran. Er weigert sich strikt, nochmal über sexuelle Themen mit uns zu sprechen. Er hat angeblich auch keine Fragen außerhalb des Schulstoffs (was ich ihm nicht glaube). Auch gegenüber seinem Bruder macht er dicht. Er tut einfach so, als ob es dieses Gespräch nicht gegeben hätte.

Auch wenn dieses Gespräch jetzt schon 4 Monate zurückliegt - es liegt mir immernoch so sehr im Magen. Ich habe Angst. Angst, daß ich meinem Kind geschadet habe. Angst, daß ich, wenn ich weiterhin meine Neigungen auslebe, und sei es noch so versteckt, meinem Kind noch schaden werde. Auch wenn mir mein Mann 100 mal versichert, daß die Kinder tief und fest schlafen, die Zwischentüre abgeschlossen ist, ein Babyphon auf der Treppe, damit ich sofort höre, wenn ein Kind nachts aufwacht und zur Toilette wankt, ich kann mich nicht mehr fallen lassen.
Sex ist zur Zeit eine einzige Qual. Noch nichtmal Kuschelsex funktioniert mehr. Ich bin total hinter diesem Bild blockiert, das ich sofort vor Augen habe, wenn mein Mann auch nur anfängt mir etwas ins Ohr zu flüstern. Das Bild von meinem weinenden, ängstlichen Kind. Und da stirbt jede Lust, sofort.
Dazu kommt noch die Angst, daß unser Nesthäkchen vielleicht auch mehr mitbekommt, als es für das Alter von 6 Jahren gut ist. Bzw. wie wird dieses Kind irgendwann mal reagieren. Warum funktioniert es bei einem Kind aber beim anderen offensichtlich nicht? Warum ist dieses eine Kind so verklemmt? Oder ist es gar nicht verklemmt?

Kompromisslösung wäre vielleicht, nur noch dann zu spielen, wenn alle Kinder aus dem Haus sind. Nur - das kommt bei uns so gut wie gar nicht vor. Wir haben keine Oma, zu der wir die Kinder mal schicken könnten. Unsere Freunde wohnen entweder zu weit weg oder haben selber so viele Kinder, daß sie nie alle 3 gleichzeitig nehmen können. Alle gleichzeitig zu Freunden zum Übernachten schicken funktioniert auch nur 1x pro Schaltjahr (naja, so fühlt es sich halt an).
Andersrum - ich kann mir auch nicht vorstellen irgendwo anders außer Haus zu spielen.
Wir haben es einmal probiert, aber das wird bestimmt bald ein neuer Thread, an diesem Erlebnis knabbere ich auch noch ein bisschen. Schlicht - es war nicht wirklich eine Option, die ich häufiger haben kann.

Wir sind ziemlich verzweifelt. Wie bewältige ich am besten dieses Erlebnis? Mein Mann kann wunderbar damit umgehen und sieht es mit viel Augenzwinkern. Wie lotet man am besten aus, ob das Kind wirklich nicht mehr belastet ist, oder das Erlebte nur verdrängt und überspielt? Was tut man, wenn es so sein sollte? Wie geht man aus einer solchen Situation wieder unbelastet an sein Sexleben ran? Muß man als BDSM´ler seinen Sex wirklich für die Kinder so weit zurückstellen?
Fragen über Fragen,

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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon Movito » Mo Apr 21, 2008 8:31 pm

Ich kann zwar jetzt nicht mit viel familärer Erfahrung aufwarten, da ich keine Kinder habe, aber vielleicht bringt Euch meine Meinung 'von außen betrachtet' trotzdem etwas.

Ich würde die Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dein 'Mittlerer' hat an seinen Eltern eine Seite entdeckt, die er nicht versteht und die ihm - als Kind - Angst macht. SM ist schließlich auch in der Gesellschaft immer noch recht negativ belegt, und er ist ja jetzt in einem Alter, wo es ihm eventuell sehr zu schaffen macht, daß seine Eltern sich nicht der Norm gemäß verhalten.

Ich würde mir an Eurer Stelle auf jeden Fall überlegen, ob da nicht vielleicht professionelle Hilfe sinnvoll ist - ein (hoffentlich aufgeklärter und toleranter) Kinderpsychologe kann Euch vielleicht einen guten Weg sagen, um mit der Situation umzugehen.
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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon 636 » Mo Apr 21, 2008 9:32 pm

hmmmm, vielleicht ist jetzt erstmal "normale Eltern sein" angesagt!?

Klar, der "Bärwärsen-Kram" reizt, ungemein sogar!

"Alles haben und machen wollen", aber, Ihr habt noch sooooo
unendlich viel Zeit, für all das, was Euch im Kopf rum geistert!

Wahrscheinlich trifft Euch dieses "Drama" zum vollkommen falschen
Zeitpunkt ... da könntest du echt an die Decke gehen :aufreg:

Aber, es hilft nix, da müsst Ihr durch und ob eurer Verantwortung
in erster Linie Eltern sein!

Lest euch hier im Forum ein, schreibt und fragt und irgendwann, mitten
in der Nacht überkommt es euch und ... dann :fluester: :küssen: :aergern: :latex: :whip: :blowjob: schaltest
Du auch deinen Kopf aus!


Jetzt gleich zum Kinder-Psychologen zu gehen, naja ...
636
 

Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon kiarahi » Di Apr 22, 2008 4:16 pm

Hi Fea..

..also erstmal würd ich Dir gerne raten - mach Dir nicht zuviele Gedanken!
Wir Mütter neigen dazu uns machmal mehr Sorgen als nötig zu machen.

Es gibt Kinder, wie dein Grosser, die können offen mit allem im Leben umgehen....und Sexualität ist für sie ein Thema, wie jedes andere auch.
Das Dein Mittlerer nun ganz anders ist, zeigt mir mal wieder, daß u.a.die Aussagen "Ich hab mein Kind zur Offenheit erzogen" eigentlich eher Wunschgedanken sind. Man kann Kinder in der Hinsicht nicht wirklich in eine Richtung erziehen - es ist eine Charaktersache. Davon bin ich fest überzeugt.
Und wenn Dein Mittlerer nicht mit Euch über diese Dinge sprechen will...dann würde ich das einfach akzeptieren.
Meine Grosse ist ähnlich - wenn ich nur versuchte sie ansatzweise aufzuklären oder auf sexuelle Dinge ansprach (um ihr eine Brücke zu bauen - ich dachte ja schliesslich spätestens mit 13 muss das so sein;-) dann bekam ich schon ein Augenrollen und ein genervtes..."das weiss ich doch schon". Noch früher wurde sie richtig bockig und wollte mit solchen Themen einfach nicht konfrontiert werden. Heute mit 16 klappt das schon ein wenig besser....aber auch eher auf einer lustigen Ebene.

Das er nun erschrocken war und geweint hat, war wohl die Reaktion aufgrund von Unverständnis.
Nun, da ihr ihm die Dinge sachlich erklärt habt und auch die Einvernehmlichkeit deutlich gemacht habt...ist es für ihn bestimmt gar nicht mehr wirklich ein Thema.

Wenn ich an Deiner Stelle wäre..ich würde ihm einen Brief schreiben....Deine Sorgen und Gedanken mitteilen!
Somit gibst Du ihm die Chance sich nochmal damit auseinanderzusetzen und Eure Lebensart nachvollziehen zu können ohne sich konkret mit Euch darüber zu unterhalten. Vielen Kindern ist das einfach unangenehm solche Themen mit den Eltern zu erläutern.

Wir haben frühzeitig kurze Sätze fallen lassen wie "Wenn Du komische Geräusche aus dem Schlafzimmer hören solltest - mach Dir keine Sorgen - Wir spielen manchmal Rollenspiele und da kann es auch mal vorkommen, daß Mama schreit"
So eher nebenbei als normalste Sache der Welt. Somit sind wir um "BDSM-Aufklärung" vorbeigekommen...und die Intimsphäre unseres Schlafzimmers, die war schon immer geklärt!

Ich wünsche Euch eine gute Verarbeitung und bald wieder lustvolles Fallen-lassen! :lolly:
Kia :-)
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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon Fea » Mi Apr 23, 2008 10:26 am

Hallo und ein herzliches Danke-schön für die lieben Antworten!

Wow, da habt ihr mir ja ganz schön Nachdenkstoff gegeben.
Danke Movito, daß du über den Beitrag nachgedacht hast, obwohl du gar nicht in der familiären Situation steckst, wie wir. Ich habe schon häufig die Erfahrung gemacht, daß Menschen ohne eigene Kinder Dinge oft anders sehen, als Eltern und wenn man etwas sensibel damit umgeht und nicht gleich angekratzt ist, können diese Sichtweisen eine wunderbare Bereicherung für Erziehunde sein. Was mich an deiner Antwort am tiefsten berührt hat, ist der Hinweis auf SM und Öffentlichkeit, und wie negativ uns unsere Umwelt doch noch wahrnimmt. Ein Thema, mit dem wir sowieso zu kämpfen haben, denn ganz ehrlich, wer hat diese ständigen Versteckspielchen und Angst vor Repressalien durch intolerante Mitmenschen nicht satt? Gerade bei Eltern steht da oft ganz vorne bei den Gedanken, daß ja die Schulen, Freunde und Co nichts mitbekommen.
Den Gedanken an den Kinderpsychologen möchten wir jetzt natürlich reflexartig sofort abtun, aber ich glaube, wenn ich feststelle, daß sich die Situation verschlimmert, werde ich diesen Schritt wohl gehen müssen.

Und 636, als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich du schaust mir direkt in den Kopf auf meine Gedanken. Danke für das "Gerade-rücken" und vor allem für deine Ermutigung.

Nun Kia, was soll ich jetzt nur schreiben. Ich kann gerade gar nicht ausdrücken, wie gut es mir getan hat deine Sätze zu lesen. Ganz besonders die Idee mit dem Brief, der ganz bestimmt in den nächsten Tagen geschrieben wird. Auch deine Erzählung über deine Tochter macht mir Mut, wahrscheinlich hast du Recht, Offenheit ist wohl mehr Charakter als Erziehung.

So, auch wenn es schon sehr oft in den obigen Zeilen zu lesen war, ein ganz herzliches Danke-schön nochmal. Ihr habt mir/uns das Gefühl gegeben ernst genommen zu werden, ein Gefühl, das wir bisher so wenn es um BDSM geht, nie kennengelernt haben. Und nun werde ich mir die Beiträge nochmal genau durchlesen und überdenken.
Einen wundervollen, sonnigen Tag wünscht Euch,

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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon John » So Apr 27, 2008 10:40 am

Hallo Fea,

deine Sorgen kann ich gut verstehen. Auch wir haben zwei "Kinder"; naja: eine 16jährige Tochter und einen 19jährigen Sohn.

Wir meinen, dass unsere Kinder ihre Erfahrungen, Vorlieben und Träume selbst finden sollen, ohne unsere Einstellung ihnen aufzudrängen. Wir glauben nicht, dass man zu offensiv aufklären soll. Klar, wenn Fragen kommen. werden sie beantwortet. Aber Kinder und Jugendliche suchen sich unabhängig von den Eltern ihre eigenen Quellen; dazu gehört auch die Schule als emotional neutraler Ort. Wir meinen: unsere Kinder geht unsere Sexualität nichts an; uns geht die Sexualität der Kinder nichts an. Es sei denn, sie suchen unseren Rat und unsere Hilfe.

Wichtig ist zu vermitteln, dass die Liebe eine Partnerschaft dominiert..und Sex nur ein Teil davon ist.
Die Idee, deinem mittleren Sohn einen Brief zu schreiben, ist sicher gut; aber lass ihn erst einen zeitlichen Abstand gewinnen. In diesem Alter heilt die Zeit Vieles. Und thematisiere darin nicht SM, sondern sensibilisiere ihn dafür, was in euerer Ehe oder Patrnerschaft wichtig ist: Liebe und Treue, Verständnis und Zuneigung. Mehr als dass Erwachsene manchmal andere Vorlieben haben als Jugendliche (von Urlaubszielen bis zur Art, wie sie miteinander umgehen), würde ich zu dem Thema nicht bemerken. Spiel es herunter und erwähne es allenfalls beiläufig; vielleicht als Einstig: Mach dir keine Sorgen!

Ich glaube, es bleibt euch im Moment nichts anderes übrig als etwas Abstinenz in Bezug auf SM: Euch läuft doch das Leben nicht davon. Die Kinder werden größer und ihr habt mehr Freiheiten. Vielleicht läßt sich jetzt mal ein "Fortbildungswochendende" organieren, wo die Kinder bei verschiedenen Freunden unterkommen, damit nicht eine Familie alle auf einmal aufnehmem muss, was oft schon räumlich nicht möglich ist.

Was uns betrifft: Wir reduzieren SM und Fetsich nur auf die sicheren Momente, wenn unsere Kinder wirklich aus dem Haus sind. Die Vorfreude daruf, lässt SM nicht zur Routine werden.
Wir wünschen euch viel Glück

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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon littlegirl » Do Mai 27, 2010 11:21 am

hallo ihr lieben,
da meine sorgen auch sehr in dieses thema hineinspielen, eröffne ich mal keinen neuen thread. ich habe mittlerweile eine 2monate alte tochter. in der schwangerschaft hatte ich keinerlei lust auf sm und mein partner (endlich auch den richtigen gefunden) hat das auch vollkommen akzeptiert. nur jetzt, wo die schmerzen vom kaiserschnitt usw. weg sind, packt mich wieder die lust. ich will meine triebe ausleben! meinen mann erfreut das natürlich sehr, weil er eben nun auch ein halbes jahr sexuell gar nichts von mir hatte. und nun kommt meine angst, die kleine maus schläft mit im schlafzimmer. ich will natürlich nicht, dass sie etwas von unseren spielchen mitbekommt oder sogar von irgendwelchen schreien ihrer eltern geweckt wird. also, was tun? wie kann ich damit umgehen? ich liebe mein kind, aber dennoch ist da wieder dieser unerlässliche trieb...
nun noch etwas zum thema... ich finde die situation mit deinem mittlerem auch sehr schwierig. es ist ja schon schwer, wenn man allgemein mitbekommt, dass die eltern sex haben und dann noch sm. ich weiß das von mir selbst. meine eltern waren zwecks sexualität immer recht verklemmt, d.h. sie haben zwar auf fragen geantwortet, aber mehr auch nicht. vielleicht war das auch gut so - das weiß man nicht. jedenfalls stand ich eines nachts mal im schlafzimmer, weil ich schlecht geträumt habe und meine eltern hatten sex (obwohl sie mir gesagt haben, sie hätten schon lange keinen mehr...) na ja. da hab ich auch geweint - ich war damals 12 und hab es auch nicht wirklich verstanden. ich fand sex durch die ganzen medien, bravo etc. auch allgemein ziemlich abstoßend und dann musste ich meine eltern bei sowas sehen... wir haben nie darüber geredet... ich hab dann nur drüber nachgedacht, dass sex ja doch nicht so schlimm sein muss, wenn sogar meine eltern das machen. was ich damit sagen will, ist, dass man als kind auch manchmal eine situation dramatisiert und erst einmal geschockt ist, besonders, wenn es um die eltern geht. aber man kann auch vieles akzeptieren bzw. tolerieren, wenn nicht ständig darüber geredet wird oder die situation von neuem aufgepuscht wird. außerdem habt ihr ihm ja die möglichkeit gegeben mit euch zu reden und wenn er da noch fragen hat, wird er auch auf euch zukommen, wenn er euch vertraut (was ich doch mal annehme). und dass er sonst nichts fragt oder so kann ja an seiner allgemeinen verschlossenheit liegen oder er denkt, dass ihr aufgrund eurer spielchen keinen normalen sex praktizieren könnt (somit seid ihr da die falschen ansprechpartner für ihn)... es gibt viele möglichkeiten und jugendliche reden auch häufig mal nur mit ihren freunden über sexualität. ich würde mir da auch nicht allzu viele sorgen machen - sollte sein verhalten nicht noch anderweitig auffällig sein. dann ist natürlich die vorgeschlagene sm-pause sowie ein kinderpsychologe die beste lösung.
so auch die meinung einer vielleicht etwas jüngeren ^^ :D
liebe grüße und schonmals :danke: zu euren ratschlägen!
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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon DieFolgsame » Do Mai 27, 2010 1:14 pm

Hallo Littlegirl,

nachdem unser ältester Sohn sofort aufgewacht ist, als mein Mann und ich nach dem Kaiserschnitt zum ersten Mal wieder Sex hatten (und wir machen kein SM), hatten wir danach bloß noch im Wohnzimmer Sex, solange ein Baby im Schlafzimmer lag. Das ist wohl die einfachste Lösung :)

Ich denke, schwierig wird es erst, wenn die Kinder älter sind. Aber da ich zuhause kein SM praktiziere, kann ich dir da auch leider keine Tipps geben.

Liebe Grüße
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Nichts kann den Menschen mehr stärken, als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
(Paul Claudel)
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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon sportdom » Do Aug 12, 2010 10:37 am

SM-Pause weil man Kinder hat oder in die Welt setzt???

Wieviel Jahre denn? So 18 Jahre? Bei 2 Kindern? Das ist doch völlig unrealistisch.

Wir haben unserem Lütten erklärt, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht, das wir das im Einverständnis machen und Spaß dran haben. Ok, im gleichen Zimmer ist wohl keine gute Idee, aber das lässt sich doch wohl einrichten?

In naher Zukunft müssen wir vielleicht etwas leiser sein... Dafür gibts ja Knebel. :P
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Re: BDSM-Aufklärung?

Beitragvon sklavindra » Do Aug 12, 2010 12:51 pm

Hallo Herr,

wir müssen leiser sein?
Was ist passiert?
Hab ich was verpasst?
Kein Peitschenknallen mehr? Und wie wirkt denn ein Knebel bei ner Peitsche...*wunder* *grübel*

*nixwieweg*

Bin froh, dass das in B alles so locker geht ;-)

Deine s
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