Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

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Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Teddy01 » Sa Aug 30, 2008 4:01 pm

Hallo, ich habe da mal Fragen, speziell an die Damen dieser Runde. Natürlich können auch die Herren antworten ;-)

Gibt es euch wirklich? Ich meine diese Frauen, so wie sie immer in den tollen SM/BDSM Geschichten vorkommen. Die haben meistens keine Familien oder Job's. Leben irgendwie nur für den Sex. Vielleicht sind das ja wirklich alles nur Männerfantasien?

Ich meine z.B., wenn eine Frau auf Gummi steht, und sich liebend gerne sowas anzieht und darin rumlaufen möchte, aber Beruf oder Famile dazwischen stehen? Wie bekommt ihr sowas unter einen Hut? Tragt ihr es dann unter der normalen Wäsche? Oder wie macht ihr das? Oder gibt es gar keine Frauen die auf sowas stehen?

Oder vielleicht steht ihr auf sonst irgendwas nicht alltägliches, und es ist kein Zeitpunkt in sicht um euren Neigungen nachzukommen, weil Beruf oder Familie wichtiger sind? Wie geht ihr mit so einer Situation um?

Ich wär an Problemlösungen wirklich interessiert, da mir und meiner Frau auch immer die Kinder dazwischen Funken.

Gruß
Teddy
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Cyberhexe37 » Di Sep 02, 2008 2:48 pm

Hallo Teddy01...

da wir auch 2 kinder haben (13 und 7)...
ist es bei uns auch immer..wenn die Kinder im Bett sind..
oder wenn wir mal Glück haben und Jemanden finden wo Sie am Wochenende bleiben..
aber dann ist es auch meist nur abends...
halt Routine.....
lieben gruss
Cyberhexe37
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Teddy01 » Di Sep 02, 2008 10:21 pm

Hallo Cyberhexe,

so ungefähr sieht das bei uns auch aus. Unsere Kinder sind fast 16 und auch 13. In dem alter Denken die sich schon ihr teil, wenn dann doch mal Sonntagmorgen die Schlafzimmertüre abgeschlossen ist, und sie nicht rein können :fluester:
oder wenn sie nachts mal ein Stöhnen hören und uns dann morgens fragen, was das für Geräusche waren...

Da muß man schon doppelt überlegen was man sagt...

So ist das eben
:cry:

Viele Grüße
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Teddy01
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Fea » Di Sep 02, 2008 10:42 pm

Hallo Teddy,

stimmt schon, Kinder können ein großes Hindernis sein für eine BDSM-Beziehung. Zumindest kommt es mir und meinem Mann so vor.
Klar, auch "Nur-Kuschelsexpraktizierer" müssen sich zurückhalten, aber es ist doch anders, wenn die Kids einen in einer Session erwischen, wie wenn es in der Missionarsstellung im dunklen Schlafzimmer unter der Bettdecke ist (OK, das ist jetzt vielleicht etwas überzogen *lach*).

Wie nun umgehen mit speziellen Bedürfnissen und Kids? Ich glaube es bleibt wirklich nicht viel mehr, als zu warten bis die Kinder schlafen oder aus dem Haus sind (und dann noch mit einem Teil des wachen Geistes zu hoffen, daß sie wirklich nicht aufwachen oder die Oma/Tante/Freundin alles im Griff hat und nichts passiert). Oder halt, sofern man Ambitionen dazu hat - Babysitter buchen und auswärts spielen.

Klar, das frustet oft. Ich selber habe schon oft einen Riesenfrust wegen der Kids geschoben, weil ich mich sehr schwer tue, über lange Strecken immer für die Kinder zurückzustecken. Es fühlt sich für mich an, als ob man mir wochenlang verbieten würde zu essen. Irgendwann wird der Hunger einfach zu groß.
Klar, gerne bekommt man dann den gutgemeinten Rat, daß man ja wenn die Kinder aus dem Haus sind, noch so viel Zeit hat um auszuleben, was einem auf der Seele brennt. Trotzdem, es gibt die Situation, zumindest bei mir, in der es sich nicht so anfühlt, als würden die Kinder jemals soweit sein und das Ziel nie in erreichbare Nähe rücken. Gleichzeitig wünscht man sich als Eltern ja die Kinder nicht aus dem Haus. Oder dieses Weihnachtsplätzchengefühl stellt sich ein: Da freut man sich wochenlang auf die ersten Plätzchen, bereitet vor, gibt sich Mühe, rührt und backt und dann wenn es soweit ist, daß man das erste endlich essen kann, dann schmeckt es schal. Irgendwas fehlt, irgendwie sollte das doch besser schmecken.
Gleichzeitig dann oft die Eifersucht auf andere Paare, die man in Foren liest. Von wegen, hach, heute war ich auf dieser Party, gestern hatten wir ne 3-Stunden-dauernde Flagsession und ich fand es toll hinterher angekettet in meinem Körbchen die ganze Nacht vor seinem Bett zu schlafen, und übrigens sind wir die nächsten Wochen zu BlaBlaBla-Terminen, denn schließlich wollen wir uns ja in unserer BDSM-Beziehung weiterentwickeln. Klasse, da sitzt man vor dem Monitor und möchte schreien während sich von hinten ein Kind anschleicht und nach den gewaschenen Tennissachen fragt.

Was Kleidung angeht, nun, die Kids haben ja heutzutage auch einen manchmal sehr schrillen Geschmack und Mama will halt endlich mal raus aus diesen Alltagsklamotten. Eine 08/15-Standardmutter hat jeder, aber die ist auch uncool. So habe ich zumindest einige meiner Kleidungsstücke meinen Kids "verkauft". Solange ich sie so nicht von der Schule abhole ist für sie die Welt in Butter, obwohl eine Mutter mit Tendenz zum Gother schon gerne mal im kleinen Kreis vorgestellt wird *lach*. Und unsere beiden Großen haben mittlerweile auch kein Problem mehr damit, wenn ich heute z.B. in Korsett und Halsband mit meinem Mann ins Kino gehe, schließlich sind sie den Anblick schon von zu Hause her gewöhnt. Klar, das muß man behutsam angehen und nicht von heute auf morgen alles altbekannte über den Haufen werfen, aber es ist möglich.
Rubberkleidung ist gut "drunter" zu tragen, wie mir letztens eine Chatbekannte erzählt hat.
Ein Korsett ist ein Oberteil und ein Halsband wie eine Kette.

Was ich damit letztlich sagen will, ich kenne den Frust. Aber, ich habe auch gelernt, daß wir als Eltern halt noch einen Ticken kreativer sein müssen. Möglichkeiten dort suchen müssen, wo es uns im ersten Moment unmöglich scheint. Unsere kleinen Momente auskosten müssen wie kostbare kleine Perlen von denen wir länger zehren müssen, als vielleicht andere. Und für mich persönlich habe ich gelernt, diese Frustmomente einfach anzunehmen, als Teil von unserem Leben. Ich darf beleidigt sein, weil uns die Kinder stören und ich keinen Schalter umlegen kann. Ich darf Selbstmitleid haben in schlimmen Momenten. Ich darf wie ein begossener Pudel heulen, weil ich neidisch bin auf das, was ich gelesen habe. Aber ich halte mir auch immer vor Augen - die, die jede Nacht im Körbchen schlafen und in meinen Augen "alles" haben, die beneiden vielleicht gerade mich um meine Kinder und um meine kleinen Schritte, unser Weg ist unser Ziel....

In diesem Sinne,
Fea
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Cyberhexe37 » Mi Sep 03, 2008 8:18 am

Hallo Ihr Lieben.....

Fea...Du sprichst mir aus der Seele......
ich dachte wirklich schon...es sei nicht normal..oder zu egoistich...
von mir als Mutter..bzw Elternteil so zu denken...
mit 18 sagt man sich...endlich frei.....ich kann alles machen
und vor allem eine familie gründen...mit 37 sagt man sich....
scheisse......man hat ne tolle familie...vielleicht sogar noch immer verheiratet....sorry aber Heutzutage ja auch schon ein grosser Schritt...und denoch ist man mit sich und seinem eigenen Leben nicht glücklich...weil man halt immer...egal.in welcher Situation..als Eltern zurückstecken muss...der Kinder oder der Umwelt zu liebe....
und wenn die Kinder dann endlich aus dem Hause sind....hat man auch vielleicht gar nicht mehr die ganzen Interessen die man HEUTE ausleben möchte....oder sie sind anders.....
egal wie es ist......
ich bin echt froh Menschen gefunden zu haben die so denken:-))
:winken:
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon zabou » Mi Sep 03, 2008 9:20 pm

Gibt es euch wirklich? Ich meine diese Frauen, so wie sie immer in den tollen SM/BDSM Geschichten vorkommen. Die haben meistens keine Familien oder Job's. Leben irgendwie nur für den Sex. Vielleicht sind das ja wirklich alles nur Männerfantasien?

wo sind den die dauerpotenten immer könnenden, wollenden männer aus den pornofilmen?...wäre zu deinem text die gegenfrage...
smile das dauergeile weibchen ist eben eher nymphomanin alsSMlerin...
ich bin dauer SMlerin.. lebe ich doch 24/7 sm.. aber nicht als auslaufmodell.. immer im outfit, allzeit bereit... sondern vom kopf her..

langzeitsessions..
wir haben 4 kinder.. und niemand schaut komisch, das wenn uns danach ist, unser schlafzimmer abgeschlossen ist.. braucht auch garnicht weil es würde nur jemand reinkommen wenn entweder die tür aufsteht oder das haus brennt.. so kann ich ruhig mal nen Tag im schlafzimmer rumhängen.. wie eindeutig zweideutig...
gegen geräusche in der nacht hat mein dom/mann nen netten knebel.. und wir haben das bauliche glück das unser schlafzimmer nicht direkt neben den kinderzimmer liegt..
partys besuchen wir auch.. babysitter kosten nicht die welt, dafür gehe ich gerne ein paar stunden zusätzlich arbeiten..

lieben gruß
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Tanavon007 » Fr Okt 28, 2016 6:39 am

Vielen Dank für Ihre Kommentare
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Chantalle » So Okt 30, 2016 6:04 pm

Tanavon007 hat geschrieben:Vielen Dank für Ihre Kommentare

Diesmal auf deutsch?? :shock: Du steigerst Dich!!! :daumenhoch: :D
Bin ein Mann, der gerne zwischen den Geschlechtern wandelt und wann immer Zeit und Lust hat, seine weibliche Seite auslebt.

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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Tian » Di Nov 01, 2016 12:03 am

Chantalle hat geschrieben:
Tanavon007 hat geschrieben:Vielen Dank für Ihre Kommentare

Diesmal auf deutsch?? :shock: Du steigerst Dich!!! :daumenhoch: :D


Der/die/das hatte ja inzwischen auch Zeit zum Lernen :D
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Re: Längere Rollenspiele, Wie macht ihr das?

Beitragvon Chantalle » So Nov 13, 2016 5:06 pm

Tian hat geschrieben:Der/die/das hatte ja inzwischen auch Zeit zum Lernen :D

Oder aber, Er - Sie - Es hat beim letzten mal Deine Antwort auf englisch nicht verstanden und probiert es jetzt auf Deutsch. :D
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