Der Sinn des Lebens....

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Der Sinn des Lebens....

Beitragvon Glücksdrache » Di Nov 15, 2005 8:21 pm

Hihi... ich hab neulich mal wieder in Quake 2 und Quake 1 reingeschaut.... das ist ja primitiv!!

aber mal im Ernst.... Der Umfang in Q2 und Q1 ist doch wesentlich höher als bei neuen Varianten, oder?

Fällt euch eigentlich auf, dass in diesen High-Performance-Spielen wie Q4 und Doom3 der zu gehende Weg immer ganz genau vorgegeben ist? es gibt immer genau eine Richtung... eine Tür ist zu öffnen, alle anderen Verschlossen.... man durchläuft eine klar definierte Folge von Gängen und Korridoren.

Wenn man sich mal die Levels der alten Spiele anschaut, da gibt es eine wesentlich höhere Komplexität! Man verläuft sich.... hat tausend Möglichkeiten, sich zu bewegen und den Level zu erkunden...

Ich weis nicht recht was ich von dieser Entwicklung halten soll. Ist das nicht ein bisschen langweilig geworden? immer gerade aus, bis es nimmer geht, dann auf nen Knopf drücken und zurücklaufen..... dazwischen Gegner wegballern.

Okay die Grafik ist genial... aber je mehr ich darüber nachdenke bin ich enttäuschter über den Spielspaß. Es animiert mich regelrecht dazu den Computer auszuschalten, denn es führt dazu, dass man genug hat von einem flachen überschaubaren Konstrukt.... Es macht mich neugierig auf die Welt und deren weitläufigen Sphären.. unüberschaubar...

Im Prinzip der Gegenteilige Effekt, den die Macher erzielen wollten...

Aber wie ist es mit anderen Spielen? Mit der Unterhaltung, die die Technik bietet? Man ist Sklave, einen klar definierten, aufgezwungenen Weg durch vorgegebene Zustände und Schaltnetze zu gehen. Man kann diesen Weg lernen und ihn perfektionieren....

Die anfangs scheinbar unermessliche Tiefe und Spielgröße ist schnell erschöpft... man lernt Tricks und Kniffe besser zu sein als andere, die schlechtere Tricks drauf haben... Selbst ein komplexes Spiel wie Diablo II LOD ist schnell verstanden und berechenbar geworden....

Die vorgegaukelte Phantasie und schöne Welt, die ein Spiel ersteinmal vermittelt lässt ihre Masken fallen und man erkennt das mechanische Funktionieren... und deren funktionelle Optimierung. Aus einer bunten und schönen Surrealität wird eine graue, kantige Maschine, die man einfach nur bedient.

warum also?... Man bekommt Lust sich abzuwenden und eine Welt zu sehen, die keine Mechanische Funktionalität erkennen lässt... die Realität. Sieht man das Leben als ein Spiel, so wird man es mit einer unendlichen Anzahl von Variationen zu tun bekommen... Okay... die Zahl der Tricks und Perfektionierung des Lebens ist sicherlich nicht unbegrenzt...... sie ist klar abzählbar... und demnach ist es nur eine Frage der Zeit, bis man sie alle drauf hat um ein Lebensperfektionist zu werden. Doch das hat der Spielemacher bedacht.. denn die Zeit ist auf ein Bruchteil der eigentlich benötigten Zeit beschränkt... durch das Ableben!

Kann man demnach den eigenen Tod nicht als etwas sehen, das eingeführt ist, damit man mehr Spaß und Abwechslung am Leben hat?

Geht man mal nach draußen und blickt sich um, wird man eine nahezu unmöglich abzuzählende Anzahl von Möglichkeiten sehen, sein Leben zu gestalten... wenn man sich nur ein wenig für sein Leben interessiert. Musik... Kunst... Wissenschaft... Sport... andere Menschen (Familie?)...... Aus der schier überrumpelnden Anzahl von Möglichkeiten hat man nur für eine verschwindend geringe Zahl von Möglichkeiten Zeit diese zu Lernen und zu perfektionieren.

Warum also Zeit verlieren? Warum also an vorhersehbaren und kontrollierbaren endlichen Maschinen die Zustandsübergänge steuern um Wertungen zu verbessern? Man könnte die Maschine bereits mit einem hochwertigen Zustand initialisieren, warum also daran rumspielen? Versteht ihr? das ist WAHRE Sinnlosigkeit!

Unter diesem Gesichtspunkt ist das Leben alles andere als sinnlos. Wann fangt ihr an zu spielen?
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