"Klappse" in der Kindererziehung

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"Klappse" in der Kindererziehung

Beitragvon kiarahi » Mo Nov 05, 2007 11:03 am

In einem anderen Thread :

Wenn wir eine Diskussion führen wollen ob "Klappse" in der Kindererziehung i.O. sind oder nicht - dann sollten wir vielleicht einen extra Thread dafür in der richtigen Kategorie aufmachen - Meine Meinung!

Ich mach des einfach mal, damit sich eine gute Diskussion entwickeln kann und damit die Fragestellerin dieses Threads hier nicht für eine Grundsatzdiskussion herhalten muss.
Denn, daß sich da die Nation spaltet ist wohl nicht unbekannt.!


Gemacht ;)

Für mich auch ein sehr brisantes Thema, denn als ich Kind war wurden "Klappse" als Erziehungsmittel eingesetzt und ich find und fand es ganz und gar nicht ok.
Ich hab damit heute noch als Erwachsene manchmal daran zu knabbern.
Und Klapps....so nannte es auch nur mein Vater - ich empfand es als Demütigung und als extrem schmerzhaft.

Meine Meinung: Eindeutig kein Erziehungsmittel und es gibt keine Rechtfertigung, wenn einem doch mal die Hand "ausrutscht" - nur die Entschuldigung daß man seine Nerven nicht im Griff gehabt hat und diese Entschuldigung sollte dem Kind deutlich gegenüber ausgesprochen werden.

Mal in Kurzfassung - nun seid ihr dran
Kia :-)
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Beitragvon Dan de Lion » Mo Nov 05, 2007 4:22 pm

Bei solchen Diskussion fällt mir immer als erstes ein Comic ein, den ich vor langer Zeit mal gelesen hab..

U-Bahn.. eine Oma, ein junger Mann und eine junge Mutter mit Kind sitzen sich gegenüber. Das Blag tritt Oma vor's Knie und randaliert auch ansonsten heftigst herum. Oma wendet sich hilfesuchend an die Mutter, die darauf nur sagt "Mein Marcel-Pascal wird antiautoritär erzogen - ich setze ihm keine willkürlichen Grenzen und dämme seine Entwicklung ein..."
Als Mama dann mit dem Kleinen aussteigt, wird sie von dem jungen Mann kräftigst in den Hintern getreten... "Verzeihung, aber auch ich bin antiautoritär erzogen worden..." ist seine Erklärung.

---------------------------------------

Mir persönlich war, als ich noch klein war, ein "übers Knie legen" lieber, als der Psychoterror des "Du hast was Böses gemacht, also ignorier ich Dich jetzt mal für ein paar Stunden / Tage".

Ok, der Hintern tat weh, es war definitiv unangenehm - aber mit der Strafe war auch das Ganze erledigt.

Stundenlange "klärende Gespräche" hätten mich wohl eher gelangweilt und kaum eine erzieherische Wirkung gezeigt. Schließlich lernt man ja recht früh Dinge einfach zu überhören bzw. "Gelaber" über sich ergehen zu lassen ohne wirklich aufzupassen.

Zum Glück für meine nicht vorhandenen Kinder habe ich frühzeitig beschlossen mich dem Gen-Pool zu entziehen... also kam ich nicht wirklich in die Zwangslage mich für eine Erziehungsmethode entscheiden zu müssen.
Kinder von Bekannten, die bei verschiedenen Gelegenheiten genervt haben, fanden sich allerdings in der Regel von mir hochgehoben und wie ein Gepackstück unter den Arm geklemmt und ignoriert... seltsamerweise zeigte das tatsächlich eine gewisse Erfolgsquote.
Eigentlich müßte hier eine prägnante Signatur zu finden sein, die eine treffliche Aussage über meine Bildung, meinen Charakter und das enorm hohe Niveau meiner ganzen Persönlichkeit macht - mir fiel verdammtnochmal aber auch überhaupt rein gar nix ein...
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Beitragvon Fragende » Mo Nov 05, 2007 8:28 pm

ich finde es faszinierend, wenn *ich schlage und schlug mein Kind niemals* sofort mit Grenzenlosigkeit in der Erziehung gleichgesetzt wird oder mit phsychischer Erpressung "bist Du nicht brav, dann mag ich Dich nicht"


ob man ein Kind körperlich schlägt oder psychisch erpresst ist irrelevant, beides ist eine Kapitulation des Erwachsenen - Unfähigkeit in meinen Augen.

Kinder wollen Klarheit - die fordern die ein, sogar als ganz Kleines.

Es reicht ein sich nicht wohl fühlen, nicht sicher sein bei einer Wortmeldung und sie riechen das ...


Klar kostet es Nerven 100000 mal am Tag "Nein" zu ein und derselben Sache zu sagen.
Aber es hilft.

Klar kostet es Überlegungen welche Grenzen man setzt und die dann auch einzuhalten.

Doch dann findet man wenigst heraus, dass selbst die Bibel mit 10 Geboten auskam.

10 eiserne Regeln maximal ja nach Alter und es geht.

Ohne Klapse, ohne Schläge und ohne Erpressung,
dafür mit Überlegung und Konsequenz.

Wenn man am Dienstag was erlaubt, - weil man zu faul ist die Konsequenz aufzubringen- am Mittwoch wieder verbietet - dann mag dies im Dom /Sub Verhältnis so mancher ein gewünschter Effekt der Willkür sein - Kinder reagieren darauf mit "nicht ernst nehmen".

Haben sie ja auch Recht, wenn ein Erwachsener nicht weiß was er will, ist er nicht ernst zu nehmen.

Ein Nein ist ein Nein und bleibt es, - man kommt nur drauf dann, dass man es viel bewusster einsetzt dieses Nein.

Nach all den Jahren der Kindererziehung und AUseinandersetzung mit dem Thema, wäre ich völlig aus dem Häuschen würde man(N) mir mein gesagtes "Nein" nicht glauben, sondern automatisch annehmen es bedeutet "vielleicht".


Eine kleine Episode.
Nie gab es die Regel, du gehst um XYZ ins Bett, immer hieß es:Geh ins Bett, wenn Du müde bist...

die Jahre gingen ins Land. Eine sehr müde junge Dame sieht mich an und sagt: Du warst immer gemein. Ertaunter Blick meinerseits. Hättest Du mich gelehrt um xyz ins Bett zu gehen, dann könnt ich mir jetzt noch meine Lieblingsserie ansehen, weil ich dann ja solang aufbleiben müßt. Aber Du sagst immer, wenn Du müde bist, jetzt bin ichs und geh ins Bett und seh die Serie nicht mehr ...

sprachs und marschierte mit knapp 18 um 20 Uhr ins Bett....


ein Erwachsener schlägt und prügelt auf ein Kind, wenn er ohnmächtig ist.

Kaputte Menschen haben wir genug.


mfg
Fragende


edit meint:vielleicht kann ich deshalb heute noch nichts mit dem Begriff "Erziehung" und körperliche Strafe im BDSM Kontext anfangen. Beides suggeriert man kann nur formen und zum Wachsen bringen, wenn man zuschlägt. Ich weiß, dass es einige lustvoll sehen und dies als Rollenspiel spielen, aber woher haben sie denn diese Rollenspiele? Aus der spießbürgerlichen Tradition Kinder zu schlagen. Ich find dies heute noch weder alternativ noch gegen den Mainstream, sondern konservativer und mainstreaminger kann man gar nicht sein. Bei Fehlverhalten gibts körperliche Züchtigung. Na das taten die Großväter schon bei ihren Frauen. Dazu muss man meiner Meinung nicht BDSM sagen.
Zuletzt geändert von Fragende am Mo Nov 05, 2007 8:32 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon 636 » Mo Nov 05, 2007 11:50 pm

Es gibt solche und Solche!

So heißt das bei uns!


Welche, die machen intuitiv alles richtig und
andere, die nennen ihren Hund Günther, mit "TH"!

Hab grad bei View Bilder geschaut, drum der "doofe"
Vergleich.

Die einen sind der Meinung, mit einem dreijährigen
Kind diskutieren zu können, das bringt es!

Die anderen hauen drauf, asi!

Mittelweg? Gibt es den ...?

Konsequenz, da schließe ich mich Fragende an, ist
wahnsinnig wichtig. Da sein, zu hören können, bereit sein
Fehler gemeinsam aus zu bügeln, Ideale vorleben ...


*schmunzel*, unsere Große, die damals das Krabbeln anfing, ging
mit ausgestrecktem Zeigefinger auf meine 30 cm Show-Membrane
in der Bass-Reflex-Box los, ich bin nicht auf gestanden ... hab nicht
geschrien, hab nicht die Hände in die Hüften ...

Der Tonfall hat gereicht ... sie hat nie Schränke
aus geräumt ... manchmal frage ich mich, wieso das so
war.

Mag sein, dass wir Schwangerschaft und Erwachsen werden lassen nie als
"Last" oder "Krankheit" empfunden haben.

Wir haben all das gemeinsam, zu dritt genossen, aus gestanden, gelebt ...
normal und natürlich, ohne darunter zu leiden ... haben eine tolle Zeit gehabt
und haben uns nicht zu viele Gedanken gemacht!

Und, als es ganz ganz eng wurde, falsche Gesellschaft ... da haben wir
auch das gemeinsam angepackt, haben geredet, die Lösung gefunden und
es hat funktioniert!


Dennoch, ist mir einmal die Hand ausgerutscht, ich hab mich zu tiefst
geschämt dafür, hab mich so gut als möglich entschuldigt ... wir haben
darüber gesprochen ... ich hab meine "Ohnmacht" erklärt, anschließend!


...


B.
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Beitragvon falloutBoy » Di Nov 06, 2007 1:00 am

Meiner Meinung nach ist eine Bestrafung immer und ausnahmslos ein Zeichen von Hilflosigkeit! Natürlich ist diese Hilflosigkeit grösser, wenn man sogar körperlich straft, aber auch jede andere Form von Bestrafung ist ein Ausnützen von Macht und damit eine unnötige Demütigung.

Es geht immer auch ohne Bestrafung, allerdings müsste man dazu schon perfekt sein, und kaum ein Mensch ist wirklich perfekt... ;)
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Beitragvon Dan de Lion » Di Nov 06, 2007 4:16 am

Originally posted by Fragende
ich finde es faszinierend, wenn *ich schlage und schlug mein Kind niemals* sofort mit Grenzenlosigkeit in der Erziehung gleichgesetzt wird oder mit phsychischer Erpressung "bist Du nicht brav, dann mag ich Dich nicht"


Hat das denn jemand getan, Fragende? Also etwas gleichgesetzt..

Ich habe Beispiele aus meiner Jugend gebracht. Bei mir wurden damals nämlich beide angeführten "Stilmittel" durchaus eingesetzt.
Bei meiner Erziehung gab es auch durchaus genug Situationen, wo ein einfaches "Nein" nicht ausgereicht hätte.. sei es nur deswegen, weil sie sich außerhalb des Sichtbereichtes meiner Erziehungsberechtigten abgespielt haben. Es waren nicht viele, weil ich ein erstaunlich braves Kind war.. *g*

Was ich erstaunlich finde, ist daß trotz der Unfähigkeit meiner Erziehungsberechtigten aus mir ein relativ respektierliches Mitglied der Gesellschaft geworden ist... *g*

Ansonsten habe ich einen Comic zitiert.. den ich leider nicht im Net gefunden habe, sonst hätte ich ihn verlinkt.
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Beitragvon feljun » Sa Nov 10, 2007 12:16 pm

puh...
ich finde ein sehr schwieriges Thema...
eigentlich kann ich auch noch nicht viel zu dem Thema sagen,
da ich keine eigenen Kinder habe..
so nur von der Erziehung durch meine Eltern erzählen kann...

und da fängt das Problem schon an... (will ja nichts falsches schreiben)

erstmal ich habe eine schöne Kindheit gehabt..
und habe auch nun noch ein angenehmes Verhältnis zu meinen Eltern..


Trotzdem kenne ich eigentlich auch beide Seiten die Dan de Lion beschreibt..
allerdings nur in seltenen wenigen Situationen..

Ich habe durchaus im Pampersalter mal ein paar Klappse vor die Pampers bekommen...
das hörte an dem Tag auf,
an dem ich mich zu meinem Pa danach umgedreht habe und gesagt habe
* Ätsch, das tat mir gar nicht weh*

An diese Klappse kann ich mich kaum noch erinnern..
und trotzdem war ich immer ein PapaKind..

Die andere Seite,
das meine Ma mal nen Tag nicht mit mir geredet hat..
weil ich etwas falsch gemacht habe.. die kenne ich auch..
und muß zugeben, das ich oft heute noch zurückschrecke,
wenn ich ihr erzählen soll,
wenn etwas nicht geklappt hat
oder ich einfach nur nicht ihrer Meinung bin...

Ich denke, jedes Kind findet Fehler an seinen Eltern und sind es auch nur Kleine und nimmt sich vor dies und jenes besser zu machen...
so mache ich es auch...

Die beschriebene Erziehungsmethode von Fragende...
ist wohl ein Ziel welches ich mir setzen würde...
falls ich Kinder bekomme...
also Fragende, in der Hinsicht bist Du eindeutig *mein* Vorbild ;)
Das gefährlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei Sprüngen zu überqueren.
(David Lyod George)
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Beitragvon kiarahi » So Nov 11, 2007 5:43 pm

Ok, aus aktuellem Anlass ein wenig gereizt ;-))

Nun wollen wir ja nicht "schlagen", wir wollen auch keinen Liebesentzug, nur antiautoritär erziehen, also immer nur lieblich reden wollen wir auch nicht.

Wir wollen/müssen Grenzen setzen!

Aber wieeeeeeeeeeeeeee gelingt Euch das immer??? ;-)

Ich liebe und zeige es, versuche vorzuleben, Vorbild zu sein, ich versuche Verständnis zu haben und zu leben, ich setze Grenzen, ich akzeptiere die sich entwickelnde Persönlichkeit....blablabla!

Aba ich bin doch auch nur Mensch und bin manchmal traurig, wütend, verletzt usw.

Aktuelles Beispiel:

ich gehe seit Jahren ins Fitnessstudio, meine Tochter wollte (15j.) unbedingt auch.
Seit einem Jahr ist sie nun auch angemeldet.
Ok, Gymnasium lässt nicht viel Zeit, ich hab ihr die Möglichkeit ausgesprochen, wenn Sie nicht mehr will, dann meld ich sie ab ....NEEEEEEIN MAMA, ich will unbedingt weiter machen.
Gut - konsequenz, ich bezahl weiterhin - wenn sie nicht regelmässig geht, dann wirds vom Taschengeld abgezogen - fertig. Ich bezahl doch nicht fürs faul sein ;-))
Grenze gesetzt.

Vergangene Woche: ich war bereits 2 x und sie noch nicht, ich erinner sie sanft. "aber Mama, komm doch bitte mit - das macht viel mehr Spass mit Dir, alleine ist doof" (keine ihrer Freundinnen darf) - OK...ich renn das 3.e mal mit.
Heute wär ihr 2. Mal....also wir uns verabredet - ich richte meinen kompletten Tagesablauf danach mit ihr zum sporteln zu gehen. Wer kommt nicht? - ok angerufen hat sie! Dennoch bin ich stinkend sauer - und ich könnt ihr echt einen aufn Hintern geben *blödsinn* leb aber grad mal die sprachlose Mutter, die sich eingeschnappt zurückzieht.
(Trotz 1 Stunde Laufband, hab ich immer noch Wut ;-)

Ich weiss..kein Weltuntergang, ich werd auch schon wieder ruhiger *g*....aber es nervt mich einfach und ich wollts hier mal loswerden!
Kia :-)
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Beitragvon dertreueHusar » Di Nov 13, 2007 11:04 pm

Lese jetzt in diesen Thread zum wiederholten Mal rein und
wollte nicht so richtig ran.....

Warum. Weil ich selbst hin- und hergerissen dabei bin.
Zu sagen: "Klappse gehören doch dazu" ist sehr gefährlich,
weil es Menschen gibt, die dies als Legitimation für richtige Schläge
ansehen, die ich tatsächlich verurteile.

Andrerseits glaube ich, daß man in einem Zeitraum von, na sagen
wir mal 18 Jahren Erziehung nicht ganz ohne auskommt.
Warum? Weil Kinder manchmal einen Punkt brauchen, wo sie
mit einer körperlichen Konfrontation kapieren, daß sie eine wichtige
Grenze überschritten haben.

@Kia

Das wäre mir in deinem Beispiel aber noch nicht so ergangen, weshalb
hier deine Tochter schlagen? Ich kenne das Problem aus unserem Haushalt mit
meiner Lady ganz gut. Deine Inkonsequenz ist die Ursache. Du
selbst müßtest dir mal einen Klapps auf den Hintern geben. *lächel* Merkst du
gar nicht, daß du deine Tochter fast darum bettelst auszutesten, wie weit
sie gehen kann???

Die Pubertät ist doch genau DIE Zeit, wo das bestens funktioniert. Im übrigen
glaube ich, daß es nach dem 14. Geburtstag vorbei ist mit dem Thema
"Klappse!"

Kia, ich darf dir einfach den Rat geben: Sage nichts mehr, handele!
Keine Ansage mehr, wann du gehst, keine Frage mehr, wann gehst du,
kein Interesse ob sie geht. Lass es doch ganz einfach mal ins Leere laufen.
Ich bin sicher, entweder läßt sie es dann ganz sein, das wäre dann eine
klärende Entscheidung, oder aber, was für mich wahrscheinlicher ist, sie
kommt von alleine an und fängt an zu fragen, auch ok.

Ich weiß, das kostet eine Mutter unendlich viel Wille und Kraft. Wofür hast du
eigentlich deinen Philo an der Seite. Ich stehe hier ständig auf der Matte und
versuche meine Lady auf diese Kausalitäten aufmerksam zu machen. Mal so ganz
unter uns bemerkt, wenn Frau das an der Stelle nicht kann, ist genau deshalb
doch der Mann im Hause...:)

LG

der treue Husar :)
Zuletzt geändert von dertreueHusar am Di Nov 13, 2007 11:08 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon kiarahi » Mi Nov 14, 2007 1:37 pm

Hi lieber treuer Husar :-)

ach, was hab ich ebend schmunzeln müssen.
Natürlich hast Du absolut Recht...und ganz klar, dafür hätte es nicht annähernd nen "klapps" geben dürfen! Ich war halt auch einfach mal ne zickige, eingeschnappte Frau.

ne halbe Stunde später kam sie rein und ganz kleinlaut "es täte ihr leid" - daraufhin hab ich ihr gesagt (man höre und staune, ich hatte wohl ne Eingebung von Dir - lach) :
Pass auf....Du gehst wann Du willst, Du weisst wann ich gehe - komm mit oder lasse es. Aber glaub nicht, daß ich mich in Zukunft auf Dich und Deine Launen einstelle.

Sie ist die übrigens gestern und morgen will sie auch wieder - ich sag nix mehr *mundzuhalt*

Und was das Thema "Mann im Haus "angeht!
Darüber hatten wir den Abend ja bereits gesprochen....Philo hält sich aus der Erziehung raus. Ob das die richtige Entscheidung ist - ich weiss es nicht - wir leben damit zumindest ohne grosse Differenzen. Im Gegenteil, ich finde es seit den 7 Jahren, in der wir eine feste Beziehung führen und auch in einem Haushalt leben, als Segen.
Wie Du ja vielleicht auch spüren konntest, die beiden lieben und respektieren sich. Es gab bisher nicht einmal ein böses Wort zwischen ihnen. Sie achtet ihn, aber was Erziehung angeht, hält er sich im Hintergrund - das ist ein Ding zwischen ihr und mir!
Er ist Vorbild, Gesprächspartner, Mitbewohner, Respektsperson, Freund usw. aber kein Ersatzvater.
Ich frage ihn in ruhigen Momenten nach seiner Meinung, die lasse ich evtl. auch bei Entscheidungen mit einfliessen...aber er würde es nicht erwarten, daß ich es tue. Das gibt mir die Sicherheit mit gutem Gewissen zu erziehen und es wird und war nie ein Streitthema bei uns - das entspannt so eine Patchwork-Familie ungemein!

Ich danke Dir für Deine Stellungnahme...sie hat mich in meiner Entscheidung bestätigt und das freut mich ganz besonders!

Nen lieben Gruss an den wunderbaren Husaren! :-)

PS: was die nötigen "Klappse" angeht,
jau da scheiden sich die Geister....ich weiss auch, wovon Du sprichst.
Ich möchte auch hier niemanden verurteilen, die in der Erziehung mit nem Klapps auf den Windelhintern eine Grenze setzen wollen.
Ich habe es vermeiden wollen und auch können - denn die Grenze - bis wann ist es Klapps, ab wann sind es Schläge - vor allen Dingen wer beurteilt das? - das ist mir alles zu grenzwertig !!!!
Kia :-)
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